Photovoltaik und Wärmepumpe kombinieren: Lohnt sich das wirklich?

Du hast eine PV-Anlage oder möchtest eine installieren und überlegst, ob eine Wärmepumpe eine sinnvolle Ergänzung ist? Die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe ist eine der effektivsten Möglichkeiten, deinen Energieverbrauch dauerhaft zu senken.

In diesem Artikel erklären wir dir, wie das Zusammenspiel technisch funktioniert, was es kostet, was du wirklich sparst – und wann wir ehrlich davon abraten.

Inhalt

Energiesachse-Photovoltaik und Wärmepumpe kombinieren-Einfamilienhaus

Wie funktioniert es, Photovoltaik und Wärmepumpe zu kombinieren?

Eine PV-Anlage erzeugt aus Sonnenlicht elektrische Energie. Eine Wärmepumpe nutzt diesen Strom, um zusammen mit Umweltwärme Heizwärme zu erzeugen. Der entscheidende Vorteil: Die Wärmepumpe hebelt die eingesetzte elektrische Energie mit dem Faktor 3 bis 4 – aus einer kWh Strom werden also 3 bis 4 kWh Wärme.

In der Praxis kann die Wärmepumpe mit 50 bis 70 Prozent PV-Strom betrieben werden – wenn beide Systeme miteinander kommunizieren. Den Rest bezieht sie aus dem Netz.



Wie steuert ihr das in der Praxis?

Wir nutzen dafür den integrierten Energiemanager der PV-Anlage. Sobald genug Sonnenstrom vorhanden ist, gibt der Energiemanager ein Schaltsignal über den sogenannten SG-ready-Kontakt an die Wärmepumpe. Diese heizt dann gezielt den Warmwasserspeicher und den Heizungspufferspeicher auf – sie „tankt“ quasi Wärme auf Vorrat, solange die Sonne scheint.

Ein Heizungspufferspeicher in ausreichender Größe gehört für uns bei jeder Wärmepumpe dazu. Er ist das Bindeglied zwischen Wärmepumpe und Heizsystem: Er nimmt die produzierte Wärme auf, gibt sie gleichmäßig ab und sorgt dafür, dass die Wärmepumpe ruhig und konstant läuft, statt ständig an- und abzuschalten. Weniger Takten bedeutet weniger Verschleiß und eine längere Lebensdauer der Anlage.

Welche Rolle spielt der Stromspeicher?

Der Stromspeicher wird von uns aus einem konkreten Grund klar empfohlen: Die Speicherkosten sind in den letzten Jahren massiv gefallen. 2020 kostete eine kWh Batteriespeicherkapazität noch rund 1.000 Euro. Heute sind es rund 250 Euro. Das macht den Speicher wirtschaftlich in fast allen Fällen sinnvoll.

Der Speicher fungiert als Puffer: Erzeugungsspitzen, die nicht sofort verbraucht werden können, werden zwischengespeichert und stehen später für die Wärmepumpe oder andere Verbraucher bereit. Ohne Speicher geht dieser Strom ins Netz – zu deutlich schlechteren Konditionen als der Preis, den du für Netzbezug zahlst.

Wir setzen dabei auf unseren eigenen Heimspeicher: in Deutschland gefertigt, mit patentierter Technik und 10 Jahren Garantie. Mehr dazu hier.

Was bringt das wirklich? Eine Beispielrechnung

Wir haben ein konkretes Beispiel durchgerechnet für ein typisches Einfamilienhaus in Sachsen mit vier Personen, Baujahr ca. 1990, teilsaniert, Gasheizung wird ersetzt.

Annahmen: Strompreis 25 Ct/kWh, Gaspreis 9,5 Ct/kWh, Einspeisevergütung 8 Ct/kWh, PV-Ertrag in Sachsen ca. 1.000 kWh pro kWp und Jahr, Wärmepumpe mit JAZ 3,5, Energiemanagementsystem aktiv.